Über uns: Die Geschichte der Tatzenfee

Hinter Tatzenfee steckt mehr als ein Name

Hinter Tatzenfee steckt mehr als ein Name

Tiere begleiten mich, solange ich denken kann.
Schon als kleines Kind waren sie für mich etwas Besonderes. Während andere Kinder von den unterschiedlichsten Dingen für ihre Zukunft träumten, schrieb ich bereits im Kindergarten in Freundebücher, dass ich später einmal ein eigenes Tierheim oder einen eigenen Verein haben möchte.

Damals wusste ich natürlich noch nicht, was Tierschutz wirklich bedeutet. Ich wusste nur eines: Ich wollte Tieren helfen.

Dieser Wunsch ist nie verschwunden.

Aus einem Kindheitstraum wurden irgendwann echte Geschichten. Echte Tiere. Echte Verantwortung. Schlaflose Nächte, Sorgen, Tierarztbesuche, kleine und große Fortschritte aber auch Abschiede, die bis heute geblieben sind.

Seit mehreren Jahren nehme ich Katzen in Not bei mir auf. Darunter waren Katzenmütter mit ihren Kitten, trächtige Katzen, viel zu früh von ihrer Mutter getrennte Jungtiere, ängstliche und traumatisierte Katzen und Tiere, die bereits mehrfach ihr Zuhause verloren hatten.

Manche kamen nur für einige Wochen. Andere blieben Monate oder sogar Jahre.

Und manche haben mein Leben für immer verändert.

Für die, die mehr Zeit brauchen

Ich habe erlebt, wie aus Angst Vertrauen wurde.

Wie eine Katze, die sich wochenlang versteckte, irgendwann zum ersten Mal freiwillig Nähe suchte. Wie Tiere, die bereits weitergereicht oder aufgegeben wurden, langsam verstanden, dass sie diesmal bleiben dürfen. Wie aus winzigen, hilflosen Kitten kleine Persönlichkeiten wurden und wie Katzenmütter endlich zur Ruhe kommen konnten.

Genau diese Momente sind der Grund, warum ich weitermache.

Denn besonders am Herzen liegen mir die Tiere, die nicht sofort „einfach“ sind. Die Ängstlichen. Die Unsichtbaren. Die, die eine Vorgeschichte mitbringen. Die Katzen, an denen vielleicht jemand vorbeischaut, weil eine andere zutraulicher, jünger oder unkomplizierter erscheint.

Sie brauchen nicht weniger Liebe.

Manchmal brauchen sie einfach mehr Zeit.

Tiere, die Spuren hinterlassen

Auf diesem Weg gab es Tiere, die mich besonders geprägt haben.
Einige durfte ich nach langer Zeit in ihr eigenes Zuhause ziehen sehen. Bei anderen musste ich lernen, dass selbst all die Liebe und all die Bemühungen manchmal nicht ausreichen, um eine Geschichte gut enden zu lassen.

Ich habe Tiere gehen lassen müssen, die eigentlich noch ihr ganzes Leben vor sich hatten.

Und ich habe erlebt, wie unglaublich viel ein einziges Tier in einem Menschen hinterlassen kann unabhängig davon, ob es einige Wochen, Monate oder Jahre Teil seines Lebens war.

Jedes von ihnen hat etwas gelehrt. Über Vertrauen. Geduld. Verantwortung. Loslassen. Und darüber, warum Aufgeben für mich keine Option sein soll, nur weil ein Weg schwieriger wird.
Sie sind ein Teil von Tatzenfee.

Unsere Ziele und Visionen

Mit Tatzenfee möchte ich einen Ort schaffen, an dem nicht danach gefragt wird, wie schnell ein Tier vermittelt werden kann, sondern danach, was dieses eine Tier gerade braucht. Einen sicheren Zwischenort für Katzen in Not. Für Mütter und ihre Kitten. Für Tiere, die medizinische Versorgung benötigen. Für ängstliche Katzen, die erst wieder lernen müssen zu vertrauen. Und für diejenigen, deren bisheriger Weg alles andere als leicht war.

Dabei soll unsere Arbeit nicht bei der Aufnahme und Vermittlung enden. Aufklärung, verantwortungsvolle Vermittlung, Kastration, medizinische Versorgung und Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird, gehören genauso zu dem Tierschutz, für den Pfötchenfee stehen soll. Mein Wunsch ist nicht, möglichst viele Tiere möglichst schnell durch unsere Türen gehen zu sehen. Mein Wunsch ist, dass jedes Tier, das durch diese Tür kommt, danach eine bessere Geschichte erzählen könnte als davor.

Warum Tatzenfee? Weil Tierschutz für mich nicht erst dort beginnt, wo ein Tier gerettet wird. Er beginnt beim Hinsehen. Beim Nicht-Weggehen. Beim Dableiben, wenn Fortschritte länger dauern als erhofft. Beim nächtlichen Warten neben einem kranken Tier. Beim ersten Schnurren einer Katze, die Menschen vorher nur mit Angst verbunden hat. Beim Loslassen in ein neues Zuhause auch wenn genau das manchmal selbst weh tut. Und manchmal bedeutet Tierschutz auch, ein Tier nicht retten zu können und trotzdem beim nächsten wieder die Tür zu öffnen.

Tatzenfee soll genau dafür stehen. Für Geduld. Für Sicherheit. Für eine neue Chance. Für all die kleinen Seelen, die vielleicht viel zu lange im Schatten standen. Denn nicht alle Tiere leben im Licht. Aber alle verdienen jemanden, der ihnen den Weg dorthin zeigt. 🤍